Vor einiger Zeit habe ich mich in einem sentimentalen Moment auf die Suche nach Mimis Vergangenheit gemacht (mehr dazu gibt's hier) und dabei den beiden neuen Frauchen der Hundebrüder Filou und Bogie jeweils eine Nachricht zukommen lassen. Und - Überraschung! - die Damen haben auf meine Kontaktaufnahme sehr freundlich reagiert.
Kismet, Glück oder einfach nur Zufall?
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| Filou heute |
Im Schriftverkehr mit Filous Familie stellt sich heraus, dass meine Hundedame beinahe zur Tirolerin geworden wäre. Tatsächlich stand die Idee im Raum, nicht nur den Hundebub sondern auch Mimi mitzunehmen und ihr ein gutes Zuhause zu bieten.
"Sie hat uns so leid getan, denn sie wollte so gerne mit uns mit." schreibt mir Filous Frauchen. Ob das wohl Schicksal war? Für mich auf jeden Fall, denn Mimi ist zu in einer Zeit in mein Leben getreten, wo ich sie wirklich dringend gebraucht habe (und es gar nicht wusste!). Einerlei, ob es Kismet oder Zufall war - auf jeden Fall war es großes Glück; für mich und - wie ich hoffe - auch für Mimi. Während Mimi also noch in eine ungewisse Zukunft blicken musste, durfte sich der süße Junghund auf in seine neue, bergige Heimat machen.
"Terrieristen" - die turbulente Zeit in der Pflegestation
Filous Familie bestätigt mir, was auch schon die Pflegemama von Mimi angedeutet hatte: die drei Junghunde hatten es faustdick hinter den niedlichen Ohren, Filou genoss sogar den zweifelhaften Ruf als Anführer der kleinen Geschwistergruppe. Die "Terrieristen"-Warnung vor dem unbelehrbaren, unfolgsamen, jagdtriebgesteuerten Potpourri-Terrier ;) wurde auch mir auf den Weg gegeben, als ich Mimi in der Steiermark abgeholt hatte. Die Damen von AC Austria waren ja durchwegs skeptisch, ob das mit uns klappen würde. Da bei mir auch zwei Mönchssittiche Zuflucht gefunden haben, hatten die Damen große Zweifel, ob ein so jagdbegeisterter Hund wie Mimi mit den gefiederten Kollegen zurecht kommen würde.
Ein Abenteurer mit großem Herzen
Filou lebt heute in Tirol das aufregende Leben eines Abenteurers. Er fährt leidenschaftlich gerne mit dem Cabrio und sieht dabei wie ein kleiner Casanova aus. Wie Mimi scheint er ein großes Herz zu haben. Sein neues Frauchen berichtet mir von einem kleinen Pflege-Wildmäuschen namens Feivel, das er - trotz Jagdinstinkts - in seinem Rudel akzeptiert hat. An dieser Stelle sei gesagt, dass Filous Frauchen mir glaubhaft versichert hat, dass der Hundemann unter strengster Kontrolle und mit Vorsicht in die Pflege des Findelkindes einbezogen wurde.
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| Cabrios sind seine Leidenschaft! |
Happy Endings <3
Beim Betrachten der entzückenden Fotos von Filou wird deutlich, dass die Familienzusammengehörigkeit nicht zu verleugnen ist. Zwar ist das Fell des Hundeherrn deutlich lockiger als das von Mimi, aber vieles ist sehr ähnlich: wie er die Ohren anlegt, wie er fröhlich in die Kamera hechelt,... Und auch im Verhalten werden rasch Gemeinsamkeiten erkennbar. Beide Hunde sind sehr anhänglich, sehr freundlich und vor allem unentbehrlich. Wie Mimi hat ihr Brüderchen eine Familie gefunden, die ihn von ganzem Herzen liebt. Die drei Potpourri-Terrier haben es augenscheinlich sehr gut getroffen - eine, nein eigentlich drei echte Erfolgsstories, die beweisen, wie wertvoll es sein kann, einem Hund aus dem Tierschutz ein Zuhause zu schenken.
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| Feivel und Filou |
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Strandurlaub
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