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Voller Enthusiasmus wird die Badetasche für Mensch und Hund gepackt: Badetücher, Wasservorräte, Hundekekse und eine Kamera, um unsere Schwimmfortschritte zu dokumentieren. Zwei kleinere Seen in unserer direkten Umgebung scheinen sich für unsere ersten Schwimmübungen bestens zu eigen: der Forstsee und der Saissersee. Nachdem ich an den Forstsee einige - meine unbefleckte Seele ins Tiefste - erschütternde Erinnerungen habe, fällt meine Wahl augenblicklich auf den Saissersee.Ein Blick ins Internet zeigt: Der Saissersee ist der perfekte Ort für Klein-Mimi und mich! Auf zahlreichen Homepages wie www.hunde-urlaub.net, www.fressnapf.at und www.polar-chat.de wird der kleine See als hundefreundlicher Ort beworben, auf www.planethund.com heißt es sogar wörtlich: "Am Saissersee dürfen sich Hunde im See abkühlen und spielen".
Idyllische Oase
Der Saissersee ist mir aus meiner Jugend noch sehr gut in Erinnerung. Der ca. 13 Hektar kleine See liegt in einer moorigen Senke und ist für seine wohltuende Wirkung für Haut und Haare bekannt und beliebt. Also nicht nur der ideale Ort, um dem Hund das Schwimmen zu lernen, sondern auch eine Wellness-Packung für mich.![]() |
| Der Saissersee - auch als Jeserzer See bekannt - ist ein wunderbares Beispiel für absolute Naturidylle. Fotonachweis: Wikipedia |
Das Ufer ist durchwegs unverbaut und bietet den Erholungsuchenden viele kleine Buchten. In Kauf nehmen muss man den leicht feuchten Untergrund - ohne entsprechende Auflage sind hässliche Flecken auf den Badetüchern vorprogrammiert.
Herzliches Willkommen und böser Abschied
Am Parkplatz angekommen werden Mimi und ich sehr freundlich von drei Badegästen begrüßt. Man kommt ins Schwatzen, es werden Nettigkeiten ausgetauscht und Mimi werden die besten Wünsche für ein erstes, erfolgreiches Bad mitgegeben. Fröhlich hüpfen wir den kleinen Trampelpfad entlang Richtung Holzsteg. Da angekommen werfe ich ein freundliches "Grüß Gott!" in die Runde, ernte aber nur aufmerksame, neugierige Blicke der anwesenden Badegäste. Gut, grüßen ist ja nicht jedermanns Sache, also suchen wir uns einen Platz etwas abseits, um niemanden zu stören. Rasch ist die Badetasche ausgepackt, ich habe mich aus dem Kleid geschält und bin freudig aufgeregt: Wird Mimi diesmal mit mir schwimmen? Meine kleine Hundedame folgt mir auf den Fuß, als ich zum Ufer stakse. Hochkonzentriert gehe ich langsam, Schritt für Schritt, ins lauwarme Wasser. Einfach herrlich! Behutsam führe ich Mimi näher ans Wasser und - Tusch! - mit einiger Unterstützung macht die Kleine ihre ersten Schwimmbewegungen. Damit ist unser Badeausflug dann zu Ende... Aber nicht, weil wir keine Lust auf den nächsten Schritt - das gemeinsame Hinausschwimmen - hatten, sondern weil ein älteres Ehepaar uns darauf aufmerksam macht, dass Hunde hier nicht erlaubt sind. Nach zunächst noch höflichem Geplänkel werde ich auf eine Verbotstafel aufmerksam gemacht. Wenn die Situation nicht so angespannt wäre, würde ich jetzt in lautes Lachen ausbrechen. Ein garstiger, alter Metalldeckel mit der handschriftlichen Notiz, dass Hunde nicht baden dürfen, wurde ins Geäst eines morschen Baumes gepinnt. Ich schwöre euch: dieses Verbotsschild ist mir wirklich nicht aufgefallen.
Als ich mir noch überlege, wie ich mich nun verhalten soll, kommen immer mehr Badegäste näher und tun ihren Unmut kund. Zunächst noch freundlich ("Wir haben selber einen Hund, wir verstehen das"), wird rasch ein rüder Ton angeschlagen ("Packen Sie Ihren Gantsch und verschwinden Sie!"). Ich habe es diplomatisch versucht, ich habe es informierend versucht, ich habe es freundlich-bestimmt versucht... Letztlich klingt unser erster Badeausflug hässlich aus. Der wütende Mob verweist mich des Geländes und weil ich keine Lust auf eine böse Szene habe, packe ich meine Siebensachen und ziehe wieder von dannen.



Dann bleibt nur der Forstsee oder Weißensee übrig. Forstsee ist gar nicht so übel, so lange man nicht das falsche Ufer erwischt :)
AntwortenLöschenDas falsche Ufer kenne ich leider schon. :/ Vielleicht muss ich dem Forstsee nur eine neue Chance geben. Immerhin scheinen wir dort wirklich willkommen zu sein. Ach: danke auch für den Weißensee-Tipp! Den hatte ich gar nicht am Schirm. 👍
AntwortenLöschenSchade, dass es so geendet hat :-(. Ich hoffe, euch erwartet nächstes Mal mehr Glück und Verständnis.
AntwortenLöschenLG Beate
Das ist ja doof, meine Güte was gint es für kleinkarierte leute
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