Donnerstag, 6. März 2014

Schick in den Frühling


Die Schneeglöckchen sind schon beinahe verblüht, die Krokusse stecken ihre Köpfchen aus der Erde und Mimi...? Nun, Mimi ist ab sofort stilecht vor der drohenden Zeckengefahr geschützt. Von meinen Überlegungen und Recherchen zum Thema "Zeckenprophylaxe" habe ich euch ja bereits hier berichtet.


Alternative Zeckenprophylaxe

Da ich meinen kleinen Potpourri-Terrier nicht mit Chemie behandeln möchte, habe ich mich zu alternativen Methoden schlau gemacht. Die Auswahl ist - wie bei der traditionellen Zeckenvorsorge - unüberschaubar. Liest man die vielen Postings im Internet, dann scheint alles auf einen Nenner zuzulaufen: Probieren geht über studieren! Was soll es also für Mimi werden? Ein schmucke Bernsteinkette? Eine Fellparfümierung mit Kokosöl? Oder doch auf ein Knoblauch-Granulat als Futterbeisatz zurückgreifen? Da wird mir schon beim Gedanken an den Mimis drohenden Maulgeruch übel. Vielleicht sind Globuli einen Versuch wert? Angeblich soll man mit Coccus Cacti C 1000 überraschende Ergebnisse erzielen.

Letztlich fällt meine Wahl auf die EM-Keramik-Pipes. Ausschlaggebend dafür war unter anderem eine sehr glaubwürdige Empfehlung von Andrea, einer von Mimis Hundetrainerinnen. Ihr Australian Shepherd Rüde "Arkon" trägt ein EM-Schmuckband und ist in der letzten Saison von der Zeckenplage weitgehend verschont geblieben. Eine persönliche Empfehlung also, trotzdem sehe ich mir die Sache im Internet genauer an.


Einen Versuch wert?

"EM" steht für effektive Mikroorganismen und ist eine Idee, die in Japan geboren wurde. Das Konzept geht - so die Angaben des Herstellers - auf eine Entdeckung von Teruo Higa, seines Zeichens Professor für Gartenbau, zurück. Higa will herausgefunden haben, dass es im Boden drei Typen von Mikroorganismen geben soll, nämlich positive (aufbauende), negative (abbauende) und opportunistische Mirkoben. Higa und seine EM-Typen waren sehr fleißig und haben zahlreiche Produkte auf den Markt geworfen: für den landwirtschaftlichen Bereich, den Garten und den Haushalt. Auch im Gesundheitsbereich sollen die "Mikros" helfen - beispielsweise zur Stärkung des Immunsystems. An dieser Stelle soll nicht verschwiegen werden, dass die Wirkung der effektiven Mikroorganismen stark angezweifelt wird und wissenschaftlich nicht nachweisbar ist. Die Gegner haben einige sehr logische und überzeugende Argumente.

Umso interessanter, dass es trotzdem so viele Hundehalter gibt, die auf EM schwören, oder? Ich denke: Einen Versuch ist es wert, immerhin schadet es Klein-Mimi nicht. Beim Surfen fällt mir auf, dass "EM für Hunde" in der Schweiz ein besonderes Thema zu sein scheint. Hier finde ich viele unterschiedliche Anbieter, die wirklich hübsche Hundehalsbänder mit EM-Keramik-Pipes anbieten. Doch als ich die Preise und daraufhin die Versandkosten nach Österreich sehe, fallen mir fast die Augen aus dem Kopf. Das kann doch nicht stimmen? Doch, das stimmt so... Okay, das liegt definitiv nicht in unserem Budget. Neue Taktik - wie sieht's mit den Kosten bei DIY aus? Kurz überschlagen... Ja, das wäre machbar. Und so bestelle ich flugs ein Packerl EM-Keramik-Pipes bei Amazon, besorge mir Reepschnur und ein Schäkel in der Segelabteilung im Baumarkt meines Vertrauens und lege ein altes Welpenhalsband von Mimi bereit. Während ich (ungeduldig) auf die Lieferung warte, übe ich mit Paketschnur verschiedenen Makramee-Techniken.


EM-Makramee-Zeckenhalsbänder

Mein Setting: Material und Werkzeug
Ich möchte für Mimi kein Schmuckband, sondern ein festes Halsband anfertigen. Das ist für uns wichtig, da die Kleine immer mal wieder durch die Hecke und im Wald verschwindet (ja, wir haben ein kleines Abruf-Problem...) und sich bei ihren "Ausflügen" auf keinen Fall strangulieren soll. Im Internet gibt es ja viele Fotoanleitungen und Videos, meine Hauptinspirationsquellen waren die Shamballa-Anleitung auf Schmuck-Blog und das Survival-Armband-DIY von ausgeruestet.com.

 Nach einigen Anfangsschwierigkeiten und einem kompletten Fehlversuch gelingt es mir tatsächlich: Das schwarze EM-Halsband ist fertig und Mimi "darf" es sofort anprobieren! Und weil Madame ja etwas "zum Wechseln" braucht und ich gerade in Fahrt bin, entsteht auch gleich EM-Halsband Nummer 2.

Das sind also die Wunderdinger, die mich vor den Zecken schützen sollen?

Ganz im Ernst: Lass mich mein Schönheitsschläfchen genießen, okay?

Nun kann der Frühling wirklich kommen! Wir sind vorbereitet und vor allem gespannt, ob uns die Zecken heuer wirklich meiden werden.

Ganz schön anstrengend, das Model-Business!

4 Kommentare:

  1. Huhu Sabrina,
    ich kenne einige Hundehalter persönlich die Ledum (das Homöopathika) zur Zeckenabwehr verwenden, die sind recht zufrieden damit. Vielleicht ist das ja auch interessant für dich :)
    LG Irina

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    1. Vielen lieben Dank, Irina!
      Das behalten wir uns auf jeden Fall im Hinterkopf.
      LG, Sabrina & Mimi

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  2. Ich finde deine Halsbänder super, werde jetzt auch einmal einen Versuch starten - kleiner Tipp an dich - bei Halsbändern soll man immer darauf achten, dass der Ring nah am Verschluss sitzt, da man sonst beim "Zug" den Verschluss in die Kehle drückt und das unangenehm und gefährlich für den Hund ist ;-) LG Marion

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    1. Das ist ein wichtiger Hinweis - danke dafür, liebe Marion! Bei uns ist das Halsband reiner Zeckenschutz, die Leine ist am Brustgeschirr befestigt. Umso wichtiger, dass du auf die mögliche Gefahr hinweist, denn auf den Gedanken bin ich gar nicht gekommen. Viel Erfolg beim Basteln und LG

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