Samstag, 31. Oktober 2015

Mimi testet die Hunde-Waschanlage


Der goldene Herbst hält Hof. Für den Hundehalter bricht nun eine der schönsten Zeiten - was sage ich? DIE SCHÖNSTE ZEIT - des Jahres an. Goldgelb-gefärbte Laubbäume, frische Temperaturen, nebelverhangene Hügel, bunte Blätter auf allen Wegen - die Welt zeigt sich in ihrem schönsten Gewand und lässt uns unsere Spaziergänge nicht nur genießen, sondern wahrlich zelebrieren.

Die hässliche Seite des Herbst

Doch bei aller landschaftlichen Schönheit hat der Herbst auch seine unangenehmen Begleiterscheinungen. Hund hüpft begeistert in herrliche Laubhäufen, springt enthusiastisch in gatschige Schlammlöcher und sieht nach jedem Gassigang aus, als wäre eine Rundum-Schönheitskur dringend nötig. Mit ihrem wuscheligen Potpourri-Terrier-Fell macht es Mimi mir auch echt nicht einfach. Alle möglichen und unmöglichen Mitbringsel schleppt sie mit in die Wohnung.


Ich sag's klar und deutlich: Ich bin kein Freund von übertriebener Hygiene bei der Fellpflege. Natürlich wird meine kleine Fellnase regelmäßig und ausgiebig gebürstet. Gerade im Frühling und Herbst - also in Zeiten des Fellwechsels - sind regelmäßiges Bürsten und Kämmen das A und O für eine gesunde Haut. Aber beim regelmäßigen Baden meines Hundemädels bin ich vorsichtig. Da ich die natürliche Struktur des Fells nicht unnötig beeinflussen oder gar schädigen will, wird nur in Extremfällen gebadet. Und: weder Mimi noch ich können das Prozedere sonderlich leiden.

Baden heißt putzen!

Das hat folgende Gründe: Wenn ich Mimi baden muss, weiß ich schon im Vorhinein, dass das für mich stundenlanges Putzen bedeutet. Nach dem reinigenden Bad schüttelt sich die Kleine so ausgiebig, dass mein komplettes Badezimmer vollgespritzt ist. Kaum handtrocken-gerubbelt, springt sie wie ein verrückter Floh durch die gesamte Wohnung und schüttelt und schüttelt und schüttelt ... Ich putze also nicht nur das Badezimmer, sondern die komplette Wohnung, inklusive aller Schränke, Türen und Böden. Dazu kommen - quasi als Highlight - die nach nassem Hund stinkenden Handtücher, die sofort in der Waschmaschine landen. Nach dem Waschgang muss - ihr wisst, was jetzt kommt, oder? Richtig! - die Waschmaschine komplett generalsaniert werden und alle Hundehärchen aus sämtlichen Sieben, Filtern und Gummirändern gefieselt werden. Verständlich, dass ich darauf keine Lust habe, oder?

Die Waschanlage für den Hund

Gibt es einen Ausweg aus unserem Dilemma? Ja, scheinbar. Also ging es heute zum Lokalaugenschein auf nach Villach, genauer gesagt ins Futterhaus in der Maria-Gailer-Straße. Seit Juli gibt es hier eine SB-Hundewaschanlage für die Vierbeiner. Die Gerätschaft erregte regional einiges an Aufsehen, sodass sogar unsere größte Tageszeitung dazu berichtete. (Kleine Zeitung, "Hinter den Kulissen - vier saubere Pfoten in einem Abwasch", 22.08.2015)

Mimi und ich wurden - wie immer! Das muss an dieser Stelle gesagt werden - sehr herzlich von den Futterhaus-Mitarbeiterinnen begrüßt. Nachdem wir unser Vorhaben geschildert hatten, wurden wir zur Hundewaschanlage begleitet. Kurzer Check: Aha, da kommt das Geld rein. Okay, das ist die Wasserdüse und der Trockner. Und da ist das Panel für das Waschprogramm. Soweit alles klar! Und schon ist auch die freundliche Futterhaus-Mitarbeiterin wieder an unserer Seite und reicht uns ein Handtuch. Was für ein Service!

Da Mimi sich stur weigerte, die Waschanlage über die für Vierbeiner vorgesehene Rampe zu betreten, wird sie kurzerhand hochgehoben. Da steht sie nun und guckt bedröppelt aus der Wäsche. Noch kurz das Halsband an der Kette fixieren und dem Badespaß steht nichts mehr im Wege. Nun habe ich die Qual der Wahl: Insgesamt stehen sieben Programme zur Verfügung. Ich wähle - meinem Naturell entsprechend :) - den direkten, praktischsten Weg. Für Mimi heißt es also: Wasser - Shampoo - Wasser. Auf Spülung oder Trockenfönen können wir gut und gerne verzichten.


Ich will ganz ehrlich mit euch sein: Mimi hat an dem Reinigungsprogramm keine übertriebene Freude. Aber sie war auch nicht panisch oder hektisch und hat das Prozedere einfach über sich ergehen lassen - allerdings mit gesenkter Rute und traurig hängenden Ohren. Mehr nach ihrem Gusto war das Trockenrubbeln mit dem gelben Handtuch - das liebt sie sehr. Zum krönenden Abschluss ist sie mir dann auch noch "entkommen" und hat eine lustige Runde durch das ganze Geschäft gedreht. Zum Glück waren alle Besucher*innen des Futterhauses heute sehr hundefreundlich und haben an meiner wuschelig-frischgewaschenen Hundedame keinen Anstoß genommen.

Unser Fazit

Das gesamte Schönheitsprogramm im Futterhaus hat uns sage und schreibe vier (!) Euro gekostet. Das Handtuch durften wir als Serviceleistung benutzen - der nass-triefende Wisch wurde uns von der netten Mitarbeiterin nach Badeende wieder abgenommen. Die SB-Waschanlage hat für mich ganz viele Vorteile: keine Hundehaare im Abfluss, kein schmutziges Badezimmer, keine stundenlange Putzorgie, keine nach nassem Hund stinkenden Handtücher. Ich bin begeistert! Das Futterhaus sieht uns ganz sicher als Badegäste wieder.




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